Gemeinsames Trainingslager

03.11.2018 | S. Dinter / Pepschkowski

Das schon etablierte Trainingslager des PSV Senftenberg folgte wie in den vergangenen Jahren auf unser Seepokalturnier, welches wir gemeinsam mit Sportlern des JC Großräschen durchführten. Insgesamt 42 Judoka aus vier Altersklassen verbrachten 4 Tage in der Sporthalle der Grundschule am See unter der Betreuung von 12 Trainern. Sowohl das frühe Aufstehen mit entspannt klingender Weckmusik (dieses Jahr mal Herr Kaiser oder Fritz und seine „Thüringer Klöße“), von der der „Sandmann“ freiwillig aus den Federn bzw. dem Schlafsack kam, sowie die Mahlzeiten in der Schulküche und in der Kantine im Rathaus waren bereits feste Traditionen im Tagesablauf.

Der Trainingsplan wurde in diesem Jahr eher wettkampforientiert ausgelegt. Neben neuen Techniken im Stand sowie Befreiungsmöglichkeiten aus Festhalten bauten die Übungsleiter auch Altbewährtes aus den wöchentlichen Trainingseinheiten ein. So kam auch das Kuzushi-Training und ein lockeres Randori nicht zu kurz.

Eine Bitte an die Eltern in der Elternversammlung vorher, dass alle elektronischen Spielemöglichkeiten und Handys zu Hause bleiben sollten, zeigte Wirkung. Die Freizeit abends wurde mit Spielen und Bewegung ausgefüllt. Am Freitagabend aber organisierte Jule eine kleine Nachtwanderung, bei dessen Ziel die Teilnehmer ein kleines „Geisterbuffet“, von den Eltern aufgebaut, erwartete.

Als einer der Schwerpunkte holten die Übungsleiter in diesem Jahr ein bisschen „Judo-Bundesliga-Feeling“ in die Halle. Aufgeteilt in 4 Teams mit den Teamleitern Stefan, Erik, Robert und Alex wurde ein Teamwettkampf organisiert. Die Teams suchten sich dafür eigens ihre Teamnamen aus und legten für sich die Einlaufmusik fest. Schon die Vorkämpfe, die am Donnerstag und Freitag erfolgten, zeichneten sich durch Spannung gepaart mit Teamgeist und Einsatzwillen aus. So fanden dann am Samstagnachmittag die Kämpfe im kleinen und im großen Finale statt.

Aufgrund eines Unentschiedens nach den regulären Begegnungen mussten vier weitere Kämpfe den Sieg im kleinen Finale und damit den 3. Platz entscheiden. Gleichfalls spannend gestalteten sich die Kämpfe im großen Finale. Die Teams feuerten ihre Kämpfer lautstark an. Für die ebenfalls anwesenden Eltern war es sicher ein kurzweiliger Nachmittag.

Den Sieg in diesem Teamwettkampf errang die „Robbengang“. Den 2. Platz belegten die „White Tatami Fighter“. Das kleine Finale und damit den 3. Platz erreichten „Die schwarzen Tiger“ und verwiesen die „Twenty Seconds to Ippon“ auf den 4. Platz.

Zur Siegerehrung erhielten alle eine kleine Medaille und die Senftenberger einen Ausdruck mit dem eigenen Namen zum Aufnähen auf die Judo-Kutte.

Aber auch die Übungsleiter und Organisatoren des Trainingslagers wurden geehrt. Einzeln aufgerufen und unter dem Applaus der Kinder überraschten die Eltern alle mit einer Aufmerksamkeit als Dank für den Einsatz im Trainingscamp.

Den Samstagabend ließen wir dann gemeinsam mit den Eltern und mit einer Bratwurst am Lagerfeuer in gemütlicher Runde ausklingen.

 

Am Sonntagvormittag bauten wir mit vereinten Kräften die Matte wieder zurück und räumten die Halle auf. Der Besen dabei war unser bester Freund, da geheimnisvoller Weise ein letzter Kampf angesagt war – eine Vielzahl von über 100 Luftballons und eine große Menge Konfetti überraschte die Kinder und Übungsleiter in ihren Schlafsäcken beim Aufwachen am Morgen.

Frei nach Wilhelm Busch: „Es ist ein lobenswerter Brauch, wer etwas Gutes bekommt, bedankt sich auch“ – danken wir allen Übungsleitern auf der Matte, allen Eltern und Großeltern für die Unterstützung zu den Mahlzeiten und für äußerst leckere Kuchen, bei unseren Partnern für gesponsertes Obst und leckere Mahlzeiten außer Haus und bei der Stadt Senftenberg für die Möglichkeit der Hallennutzung.


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