Seenlandtour des PSV

29.05.2016 | Mario Machill

Am wunderschönen sonnigen 28.Mai lud der Vorstand zu einer gemütlichen Seenlandtour entlang der heimischen Seenkette ein. Glücklicherweise war die Teilnahme entgegen der kleinen Runde aus dem Vorjahr, als es zum Lausitzring ging, wesentlich größer. Aus dem Vorstand konnte nur Ronald nicht teilnehmen und bei den Übungsleitern fehlten Stephanie und Nicolas. Ansonsten waren wir vollzählig.

Seenlandtour des PSV

Am Startpunkt Senftenberger Hafen ging es ab 14:00 Uhr zum Etappenziel Landmarke. Wenn auch der Vorstand im Regelfall keine großen Entscheidungen scheut, so sollte es heute eine gemütliche Tour zum Partwitzer Hof werden und dann wieder zurück nach Großkoschen zum Abtouren. Unsere bunte Truppe der Trainer, Kampfrichter, helfenden Übungsleiter und der Vorstand traten also gemütlich in die Pedale. Damit wir das anfängliche Ziehharmonikatempo einigermaßen kontrolliert bekamen, wurde Andrea und Dixi (unsere Kräftigsten) als Tempomacher nach vorn geschickt, während unsere Schwächeren wie Martin und Stefan das Feld von hinten absicherten. Nach Auffüllen der ersten Flüssigkeitsverluste an der Landmarke ging es bei stabilem Tempo 9 km zur nächsten Futterquelle, dem Kiosk am Jetskicenter in Partwitz. Kati erkundigte sich natürlich hier postwendend nach den Leih-(nicht Kauf-) Gebühren für ein Jetski und während man wieder die enormen Flüssigkeitsverluste der gemütlichen Tour auffrischte, entdeckte Andrea eine neue Spezies an unseren Seen: der erste männliche und weibliche Nacktradler, bekleidet einzig und allein mit einem Fahrrad, wobei wir durch die kurze Blickphase keinen Sattel erkannten. Leider hatte so schnell niemand eine Kamera parat, um diese einmalige Gattung Mensch per Bild festzuhalten.

Nun sollten wir am Partwitzer Hof angekommen, eigentlich bereits die Hälfte absolviert haben. Bevor wir uns dem Genuss der leckeren Buchweizen- und Hefeplinse widmeten, stießen wir darauf an, das heute neben der sonst so schweißtreibenden Arbeit auf der Matte mit diesem entspannenden Ausflug die gemeinnützige Arbeit der Beteiligten gewürdigt wird. Es sollte doch auch hin und wieder hervorgehoben werden, dass es ohne dieses „Häufchen“ an Enthusiasten und Judoverrückten kein so gutes Vereinsleben geben würde und Senftenberg ohne solch einen geschichtsträchtigen Judoverein etwas zahnloser wirken würde.

Nach erfolgter Zwischenstärkung traten wir auf Wunsch der „Zweiten“ nicht wie geplant den Rückweg an, sondern die nächste Etappe hieß Leuchtturm am Geierswalder See. Eingeweihte aus dem letzten Trainingscamp erinnerten sich noch mit Grauen an diesen Ort, da hier in starrer Liegestützposition das Rätsel mit den 9 Damen (Thema Schach, nicht Sex) gelöst wurde (bzw. letztlich nicht, wegen Entkräftung). Heute musste lediglich kurzzeitig die Eiswaffel gehalten werden, bis dieses Gewichtchen dann im Körper umgelagert war. Mit diesen Reserven aufgefüllt vergingen die 9 km zur Anlegestelle Großkoschen wie im Fluge. An diesem herrlichen Mai-Sonnabend waren sowohl im Amphitheater als auch in der Sporthalle gerade hochkarätige Programme am Laufen. Die ortsansässigen Radballer veranstalteten den UCI-Worldcup bzw. im Amphitheater lief die Premiere zu Ladies-Night. Diese illustre Kulisse mit dem malerischen Badestrand im Vordergrund hielt uns nicht davon ab, den Signalen unseres Körpers zu folgen und die geschmolzenen Energiereserven schleunigst aufzufüllen. Man hatte den Eindruck die bestellten Speisen erfüllten ihre Ansprüche bzw. wurden sie letztlich von unserem Joker Uve per deftiger Witze gewürzt.

Logische Konsequenz, nachdem wir satt und trocken lagen, bevor wie nun die Beine ausstrecken, wird ein Stündchen gebowlt. Die Bedingungen waren gegeben, Kati betätigte sich als Motivator, die Zeit und die Vereinskasse erlaubte es, aber … die Formkurve ging etwas nach unten. Nun denn, keiner musste sich etwas beweisen, wir waren ja im Urlaub und letztlich hatten wir zum Abtouren nur noch zarte 13 km der angefangenen Seerunde vor uns. Das spickten wir natürlich mit dem herrlichen Ausblick vom „Züblin-Turm“ an der Südsee. Uve und ich versuchten sich dabei in der besten Technik für den nächsten Turmlauf. Demnächst werden wir dann Auswürfeln, wer den Vorzug bekommt. Wie die nachstehenden Bilder beweisen, wäre uns etwas entgangen, hätten wir diesen grandiosen Ausblick nicht genossen. Irgendwie schien das nahende Start-/Endziel, der Hafen, die Kräfte derart zu beflügeln, dass wir die Eis-Stärkung an der Mühle einfach überrollten und unsere Andrea, die eigentlich das E-Bike gefordert hatte, nun ungehalten die Nachzügler Martin und Stefan zur Eile antrieb. So schnell kann sich die Welt verkehren. Wir rollten also nach 7 Stunden Fahrradreiten mit unseren geschundenen Pedalgäulen bzw. durchmassierten Hintern im Hafen ein und stellten erstaunt fest, dass waren sogar 50 km. Eigentlich so nicht genehmigt, war es nun erledigt.

Bleibt nur noch festzuhalten, welche Tageseindrücke von jedermann gewonnen wurden:

  • Henry - das es hier noch mehr als den Senftenberger See gibt, hätte ich nicht vermutet
  • Lara - Vereinstheater mit dem PSV im Freien ist dann mal was ganz Anderes
  • Jule – die knarrende Pedale ersetzt eigentlich die Klingel vollständig
  • Jonas; Noah – in dieser Runde bekommt man sogar brauchbare Berufstipps
  • Dixi – wer hat denn diesen Radweg neben der Niemtscher Mühle gezaubert
  • Robert – heut habe ich mir mein lecker Essen redlich verdient
  • Martin – diese Geschwindigkeit lässt sich sogar ohne Stützräder mit dem Rennrad erradeln
  • Stefan – der Genuss von Pferdefleisch bewirkt kein Wiehern bzw. hängenden Schweif
  • Uve – die Welt ist auch ohne tagesfüllendes Beitragswesen so in Ordnung
  • Alex – endlich mal wieder ordentliche Seen nach diesen Wolfsburger Gartenteichen
  • Andrea – erstaunlich wozu der menschliche Körper bei angenehmer Kulisse fähig ist
  • Kati – fast wie zu Hause, alles pfeift nach meinem Tanz
  • Ich – mal nicht wie zu Hause, man macht mal etwas richtig




Drucken