Herbstscamp des PSV 2015

26.10.15 | Mario Machill

Im Anschluss an unseren Seepokal wurde auch diesjährig wieder die 1. Woche der Herbstferien für das Trainingscamp genutzt. Auf der „vorgewärmten“ Matte vom vergangenen Wochenende eröffneten die Trainer Dietmar Hollenberg, Robert Pepschkowski, Martin Heiber, Jule Watzig und Mario Machill das Camp mit 27 Kindern und 7 Jugendlichen aus unserem Verein bzw. vom JC Großräschen. Unter anderem begrüßten wir auch unseren syrischen Neuankömmling Kalid, der erstmalig am Camp teilnahm.

Leider war es Murmel in diesem Jahr nicht vergönnt, sich unter den Trainern einzureihen. Ein Ausrutscher mit dem Fahrrad bescherte ihm gerade eine Zwangsruhe. Auch Nicolas Köhler grüßte leider nur aus dem Krankenhaus.
Das gab der Stimmung zum Auftakt aber keinen entscheidenden Abbruch und das traditionelle Startspiel „Klammernrauben“ wurde von den Kindern dankbar angenommen. Dann wurden die Großen unter die Fittiche von Martin genommen und die speziellen Trainingseinheiten aus Fitness, Kondition, Technik Stand/Boden, Theorie, Stretching, Ausdauer und eine nebulöse 2-Seentour mit lustigen Stationen einschließlich Kulturangebot wurden angekündigt und es ging los. In abgeschwächter Form steigerte sich das Training der Kinder nach dem Grundlagentraining, judobezogenen Kampfspielen, Theorie, Fallschule  später zum Wettkampftraining.

Trainingscamp 2015

In den ersten 2 1/2 Tagen tummelten sich die Kinder komplett auf der Matte. Natürlich wurden die Einheiten jeweils zu den großen Pausen mit Entspannungsphasen abgesenkt. Eigentlich war die 1. Hilfe-Schulung erst für den Do. Vormittag geplant, aber ein Unfall im Randori unterbrach am Mittwoch das Training sehr plötzlich, so dass die Theorieeinheit zu Ablenkungszwecken eingeschoben wurde. Martin füllte die Zwangspause als breiten Themenbereich von der Geschichte des Judo über große Meister und Wettkampfeindrücke auf die Werte des Judo und knüpfte gleich aktuell an das Thema 1. Hilfe an. Der Nachmittag fand an der frischen Luft statt. Gemeinsam spazierten wir zur Schwimmhalle für einen tobe freudigen Ausflug. Erfreulicherweise kam es hier zur Begegnung mit unserem ehemaligen Vereinsmitglied Anja Pabst, inzwischen Mutter von Zwillingen und seit 2000 wohnhaft in Potsdam. Gern erinnerte sie sich an das Vereinsleben und wünschte uns weiterhin solch aktionsgeladene Kinder, wie an diesem Nachmittag in der Halle.

Trainingscamp 2015

Fast unbemerkt von diesem Trubel fand in der Halle zeitgleich eine Säuberungsaktion statt. An dieser Stelle sollte damit großer Dank an unsere Mattendesinfizierer: Katrin Watzig, Kathrin May und Uve Seifert ausgesprochen werden, die sich die gesamt ausgelegte Fläche akribisch cm²-weise einverleibten und keinen Pilz stehen ließen und sich nicht einmal ein Pils dafür gönnten.
Nahtlos ging es für die Kinder von der Schwimmhalle ins Tiroler Stadl zum leckeren Schnitzelessen mit anschließendem Bowling. Für unsere Kids war der Siegeswille so gewaltig, dass eigentlich jeder ohne Unterbrechung an der Startlinie stehen wollte. Die Stunde verging wie im Fluge. Dank auch an die Mitarbeiter des Tiroler Stadl, die uns mit leckerem Schnitzel bewirteten und auf der Bahn stets schnell zu Hilfe kamen, wenn Stau angesagt war.
Obwohl nach dem Nachtmarsch in die Halle heute kein Video mehr eingelegt wurde, war der Lärmpegel sehr niedrig und die Nacht damit schon entspannter (aus Sicht der Trainer) als am 1. Tag.
Wie dann wirklich geplant wurde am Donnerstag der Dummy beatmet und massiert sowie Verbände an „allen“ Stellen des Körpers angelegt oder die stabile Seitenlage geübt. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei. Als am Mittag einige Eltern erschienen, stand ihnen ein Anfangsschock ins Gesicht geschrieben, da man das „Lazarett“ zunächst für Ernst befand. Die Trainer konnten auch dem Wunsch der Kinder nicht nachgeben, die Verbände beim Spaziergang durch die Stadt zum Rathaus anzubehalten. Welcher Eindruck sollte dann vom Training beim PSV entstehen?!
Dank sei hiermit auch den Mitarbeitern der Fleischerei Ziegenbalg im Rathaus-Keller für die zuvorkommende kinderfreundliche Bewirtung ausgesprochen.   

Während die Kinder den Nachmittag mit Wettkampftraining und Kyuvorbereitungen unter D. Hollenbergs Anleitung verbrachten, gab es für die „Großen“ die 2-Seentour um den Geierswalder- bzw. Senftenberger See. Unter steter Kontrolle eines mitgeführten rohen Eies gab es auf dieser Tour die Stationen: Rostiger Nagel, Leuchtturm Geierswalde, Anlegestelle Koschen und die Niemtscher Mühle. Unsere 8 „PSV-Seals i.L.“ (einschließlich dem Verfasser) meisterten die Anfangsprüfung, ab Kleinkoschen das „unbetankte“ Auto von Andrea Pfeiffer zum Rostigen Nagel zu transportieren bravourös. Als Erschwernis bewegte man sich mit Augenbinden und durfte auf der 3,5 km langen Strecke 48 Begriffe lernen, bevor der Turm als Team in 2 Minuten bestiegen bzw. in vorgegebener Zeit das rohe Ei mit den Hilfsmitteln aus dem Rucksack abgelassen werden musste. In dieser Weise verbrachte man den Nachmittag bis zur Dunkelheit bei „lustigen“ Einlagen (für wen auch immer) bis zur ersehnten Ankunft gegen 21:30 Uhr in der Halle. Martin zeigte echten Einfallsreichtum und ließ sich eventuelle Hilfen stets mit 150 Liegestütz emotionslos abkaufen.

Der morgendliche Brückenlauf der Jugend am Freitag verlief dann schon naturbedingt sehr abgeschwächt. Es kamen auf der kurzen 5 km-Tour nur noch 3 von 8 Starten über die volle Distanz.
Das Highlight des Vormittags war dann die Kyuprüfung für: Kjell Bucke, Joshua Matschke, Colin Reich, JakobSchulz, Aaron Winter, Jordan Sohr, Marvin Fischer, Juanna Panneck und Gregor Heymer. Nachdem unsere A-Jugend ihr zuvor erlerntes Herbstgedicht „Der Kürbis“ darbot, zeigten die Prüflinge ansprechende Leistungen. Hervorzuheben die sehr gute Darbietung von Gregor speziell bei den Bodentechniken und akkurate Ukemis von Jakob und Marvin. Nach anschließender Abfrage des Theorieteils freuten sich unsere Kids über die bestandene Prüfung bzw. den Lohn ihrer Mühen in dieser Woche.
Der Nachmittag fand wieder an der frischen Luft statt. Die Kinder zogen bei Stöckchensuche zum Wrack ans Gaumensegel. Dort wartete Captn Jack Sparrow (alias Robert) auf sein Gefolge für Gefangennahmen diverser Prinzessinnen und Königinnen. Der Nachmittag wurde dann durch den „Affenspaß im Hallenkäfig“ abgerundet. 4 Teams gemischt aus Jung und Alt absolvierten einen Hindernisparcour mit dem Equipment der Sporthalle. Auch wenn der Sieg wegen der schwierigen Regellage nicht eindeutig war, reichte der Preiskarton letztlich für alle Teams.
Leider ging das angebotene Selbstverteidigungstraining der A-Jugend organisiert von Frank Dutschk jetzt komplett unter. Man hatte nun nur noch Entspannen, Getränkeauffrischen und gemütliches Grillen am Lagerfeuer im Kopf. Unsere Kids mobilisierten die letzten Reserven für das eröffnete Verstecken im Schulhof. Viele Eltern nutzten den Abend für Kontakte mit den Trainern und Organisatoren des Vereins. Natürlich wurden auch Naturalien als Salate mitgebracht, so dass es zu keiner Zeit an Essbaren, Getränken jeder Art oder Feuerfutter mangelte.

Wie angenehm anstrengend dann die Woche bis zu diesem Zeitpunkt verlaufen war, bemerkte man bei der sehr ruhigen Weckzeremonie am Samstagmorgen, da trotz Lautsprechergebrüll kaum Hektik aufkam. So entschied dann auch der Trainerstab (zündende Idee hatte dazu D. Hollenberg) einstimmig, das geplante Sumoturnier auf einen späteren Zeitpunkt nach den TC zu verlagern und den Abbau der Hallenaufstellung zu beginnen. Das sollte sich dann auch bis 11:00 Uhr, trotz Hilfe der bereits anwesenden Eltern, hinziehen. Bei besenreiner Halle  beendete dann das Organisationsteam nach der obligatorischen Auswertung das Camp. Es wurden die Preise für den besten bzw. (man höre) schlechtesten Bowler vom Mittwochabend gekürt. Jeder Campteilnehner erhielt eine spezielle Medaille. Das rundete dann auch das folgende Abschlussfoto der lauernden Paparazzi ab. Die Eltern warteten bereits, um ihre Schützlinge für die 2. echte Ferienwoche in Empfang zu nehmen.

Trainingscamp 2015

Unser Dank an dieser Stelle neben den genannten Multiplikatoren des Camp geht hiermit auch an die gute Unterstützung durch unsere Grundschule am See, der Werbefirma T.Design, dem Tiroler Stadl, der Fleischerei Ziegenbalg last but not least an die fleißigen Eltern im Hintergrund, die unter professioneller Führung von Uve Seiffert einfühlsam die Kinder zu den Mahlzeiten bewirteten. Mit dem Begriff "Hintergrund" verbindet sich zwangsläufig auch der fleißige Vorstand, in Person Katrin Watzig (omnipräsent) und Andrea Pfeiffer (unser drittes Auge).


Drucken